Eigentlich führt Richard Mason eine mustergültige Ehe – bis er bemerkt, dass er die Schwester seiner Frau liebt. Deshalb plant und führt er das scheinbar perfekte Verbrechen durch: Er tötet seine Frau auf einer abgelegenen Bergstraße und versenkt ihren Wagen in einer tiefen Schlucht. Schon bald nach der Tat gesteht er Katherines Schwester Evelyn seine Liebe, doch er muss betrübt feststellen, dass sie seine Gefühle nicht erwidert. Als Richard scheinbar einen Brief von seiner toten Frau erhält und sie kurz darauf in einer Menschenmenge auf der Straße zu erkennen glaubt, wendet er sich an den Psychiater Dr. Mark Hamilton. Richard ahnt nicht, dass Hamilton ihm eine raffinierte Falle stellt ...

Der in Worms geborene Regisseur Curtis Bernhardt (Kurt Bernhardt, 1899-1981), zu dessen frühen Arbeiten u.a. "Die Frau nach der man sich sehnt" (1929, mit Marlene Dietrich) zählt, musste nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten 1933 Deutschland aufgrund seiner jüdischen Herkunft verlassen. Nach Zwischenstationen in Paris und London liess er sich schließlich in den USA nieder, wo er als Curtis Bernhardt Karriere machte. So inszenierte er etwa die Klassiker "Anklage: Mord" und "Beau Brummell - Rebell und Verführer". 1945 drehte er diese atmosphärisch dichte Story mit dem überzeugenden Humphrey Bogart, der es hier mit Sydney Greenstreet zu tun bekommt. Klasse!

Foto: MDR/WDR