Gestützt auf Berichte und Tagebuchaufzeichnungen erzählt der Film vom Leben und Wirken des polnisch-jüdischen Arztes, Schriftstellers und Pädagogen Henrik Goldszmit. Er leitete unter dem Pseudonym Janusz Korczak im Ghetto von Warschau unter bedrückendsten Umständen ein Waisenhaus, bis er 1942 zusammen mit seinen Zöglingen und Mitarbeitern in den Gaskammern von Treblinka ermordet wurde.

Andrzej Wajda, neben Roman Polanski einer der namhaftesten polnischen Regisseure ("Pan Tadeusz", "Der Mann aus Eisen", "Das gelobte Land", "Danton") setzte dem polnischen Nationalhelden ein filmisches Denkmal mit authentischen Schwarz-Weiß-Bildern und künstlerischem Anspruch. Zur Legende wurde Goldszmit alias Janusz Korczak, weil er sich weigerte, die ihm anvertrauten Kinder zu verlassen und freiwillig mit ihnen in den Tod ging. 1972 wurde Korczak als Zeuge höchster Menschlichkeit posthum der Friedenspreis des Deutschen Buchhandels verliehen. Regisseur Andrzej Wajda wurde am 26. März 2000 auf Vorschlag Steven Spielbergs und weiterer prominenter Regisseure mit dem Ehren-Oscar für sein künstlerisches Lebenswerk ausgezeichnet.

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