Seit Jahr und Tag sind die Kinder der Nachbardörfer Longeverne und Velrans verfeindet und bekämpfen sich mitunter gnadenlos. Um dem Gegner eine noch größere Schande zuzufügen, kommt Lebrac, Anführer der Longeverne-Bande, auf eine besonders perfide Idee: Den Besiegten werden alle Knöpfe abgenommen. Eine klare Kampfansage, die zum Krieg der Knöpfe wird. Als dann aber im März 1944 die schöne Violette ins Dorf kommt, bekommt der Zweikampf der Dorfkinder plötzlich einen ernsten Beigeschmack. Denn erst später wird klar, dass Violette eigentlich Myriam heißt und ein jüdisches Mädchen ist, dass sich auf dem Lande vor dem Zugriff der Nazis und deren Schergen versteckt. Als sie von den Handlangern der Nazis entdeckt wird, ist allen Kindern klar, dass sie jetzt zusammenhalten müssen ...

Schon Krieg der Knöpfe verfilmte Yves Robert den Roman von Louis Pergaud recht gekonnt und erfolgreich. 2011 nahm sich Regisseur Christophe Barratier ("Die Kinder des Monsieur Mathieu") erneut des Kinderbuchklassikers an und versetzte die Geschichte (im Roman angesiedelt in den 30er Jahren) in den Zeit des Zweiten Weltkriegs und fügte so eine spannende Note hinzu. Tolle Kinderdarsteller, eine brillante Umsetzung (allein der ständige Vergleich mit dem Schlachtengetümmel epischer Filme) und die richtige Portion Humor sorgen hier für optimale Familienunterhaltung mit ernstem Hintergrund. Endlich einmal ein Remake, das der Vorlage das Wasser reichen kann!





Foto: Delphi