In der Notgemeinschaft einer Gefängniszelle kommen sich zwei gesellschaftliche Außenseiter näher. Der Polit-Aktivist Valentin, der sich im Hass gegen das Regime ergeht und der Homosexuelle Luis Molina, der sich in Phantasien flüchtet. In Fortsetzungsgeschichten erzählt er dann Valentin von großen Gefühlen, großer Liebe und Frauen, die einen "richtigen Mann" gefunden haben - und kümmert sich auch nicht darum, wenn der Film, aus dem er seine Träume hat, ein Nazi-Propagandafilm gewesen ist. Valentin beginnt, Molina zu vertrauen: Er erzählt ihm von Marta, seiner großen Liebe, und von Dr. Americo, einem Gründer der Untergrundbewegung dem Valentin zur Flucht verhelfen wollte. In Molina findet Valentin einen geduldigen Zuhörer, denn Molina hat heimlich mit der Gefängnisleitung eine Übereinkunft getroffen, Valentin auszuhorchen, um dafür die Freiheit zu erlangen. Doch die Rechnung des Gefängnisdirektors geht nicht auf...

Hector Babencos Film hat zwei Erzählebenen. Da ist einmal die realistisch karge Welt des Gefängnisses, dann aber die Traumwelt Molinas - stilecht eingefangen in schwülstigen Farben und der üblichen Plattheit eines richtig schlechten Melodrams (wobei dies natürlich Absicht ist). Großes Lob erhielten die Darsteller, wobei William Hurt seine Rolle vielleicht sogar etwas überzieht, Raul Julia aber die unauffälligere und bessere Leistung bringt. Regisseur Hector Babenco drehte unter anderem noch "Wolfsmilch" (1987) mit Jack Nicholson und Meryl Streep, sowie "Pfeil in den Himmel" (1991) mit Tom Berenger und Daryl Hannah.

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