Die italienischen Geschäftemacher Fiore und Gino planen in Albanien einen Subventionsbetrug. Denn nach dem Zusammenbruch des Kommunismus herrscht in dem einst von der Außenwelt isolierten Land das Chaos. Für den Kauf einer maroden Schuhfabrik brauchen Fiore und Gino allerdings einen einheimischen Strohmann. In einem ehemaligen Arbeitslager engagieren sie dafür den verwirrten Spiro. Dieser hält sein Land nach 50 Jahren Haft irrtümlich für das vom Krieg zerstörte Italien. Der Betrug scheint aufzugehen, doch kurz vor der entscheidenden Unterschrift verschwindet Spiro plötzlich. Nur widerwillig macht sich Gino daraufhin auf die Suche nach ihm. Er findet Spiro, doch auf der Rückreise wird sein Jeep geplündert. Deshalb schließen sich die beiden einem Heer von Armutsflüchtlingen auf seinem strapaziösen Marsch zur Küste an. Spiros arglose Güte und Hilfsbereitschaft stimmen den arroganten Gino nachdenklich. Als er erfährt, dass das geplante Geschäft geplatzt ist, setzt er Spiro sogleich in einem Heim aus. In der Hafenstadt Dure wartet schon neues Unheil auf ihn: Gino kommt wegen Korruption ins Gefängnis. Schließlich schlägt er sich ohne Geld und Pass zum Hafen durch - als einer unter Tausenden von Flüchtlingen, die auf einem hoffnungslos überfüllten Schiff gen Italien aufbrechen.

Ein beklemmendes Flüchtlingsdrama, das Gianni Amelio ("So haben wir gelacht") an Originalschauplätzen in Albanien drehte. Amelio kam die Idee zu dem auf den Filmfestspielen von Venedig Preis gekrönten Film 1991, als zwei Schiffe mit mehr als zehntausend Albanern im süditalienischen Bari anlegten. Für den in Kalabrien geborenen Amelio ist die zugleich eine Reise in die Vergangenheit, in die karge Umgebung der Kindheit, von wo etliche seiner Verwandten einst voller Hoffnungen emigrierten.