Die hübsche Grazia, Mutter von drei Kindern, ist manisch depressiv und sorgt auf ihrer sizilianischen Heimatinsel durch ihr oft seltsames Verhalten immer wieder für verständnisloses Kopfschütteln. Dann will die Mehrheit der Dorfbevölkerung, dass Grazia im weit entfernten Mailand einen Spezialisten aufsucht. Als auch ihr Mann zustimmt, versteckt sich Grazia und täuscht vor, im Meer Selbstmord begangen zu haben. Nur der älteste Sohn hält zu ihr ...

Mit wunderbaren Bildern erzählt Emmanuele Crialese ("Golden Door") diese sensibel inszenierte Geschichte über Andersartigkeit und Toleranz. Dabei zeichnet er ein stimmiges Bild scheinbar ländlicher Idylle. Allerdings fragt man sich, ob sich die meisten Sizilianer auch im wahren Leben so verhalten wie in dieser Geschichte.

Foto: Prokino (Filmwelt)