Lancelot, der erste Ritter der Tafelrunde, kehrt nach erfolgloser Gralssuche mit gesenktem Haupt zu König Artus zurück. Die meisten seiner Gefährten sind gefallen, und Lancelot glaubt, den Grund für sein Versagen zu kennen: Seine verbotene Liebe zu Artus' Gattin Ginevra. Vergeblich versucht Lancelot sich von Ginevra, die ihren Mann mit Wonne betrügt, zu lösen. Als Ritter Mordred, der Lancelot hasst, den Ehebruch denunziert, wirft der König seine untreue Gattin ins Verlies, und das Unheil nimmt seinen Lauf ...

Der große französische Regisseur Robert Bresson ("Die Damen vom Bois de Boulogne", "Das Geld") verarbeitete in seinem kunstvoll stilisierten Historienfilm Motive der mittelalterlichen Artus-Dichtung auf originelle Weise zu einem Abgesang auf das überkommene Rittertum. Im Gegensatz zu den bunten und aufwändigen Tafelrunde-Ritter-Spektakeln aus Hollywood setzte Bresson auf hohe Authentizität, die er mit unverbrauchten Laiendarstellern erzielen wollte. Dafür wurde Bresson 1974 mit dem Fipresci-Preis der Filmfestspiele in Cannes ausgezeichnet.

Foto: ZDF/ARD/Degeto