Ende des 19. Jahrhunderts wird in Neukaledonien ein französisches Ehepaar namens Lavergne, das sich dort mit seinen Kindern niederlassen möchte, kurz nach der Ankunft auf der Insel von kanakischen Kriegern umgebracht. Hélène, die Tochter, überlebt als einzige das Massaker. Sie wird von Campbell Sutton, einem Großgrundbesitzer australischer Herkunft, und von dessen Sohn John aufgenommen. Die Jahre vergehen, und Hélène findet ihren festen Platz in der neuen Familie. Nach dem Tod des Patriarchen heiraten John und Hélène, bekommen zwei Kinder. Der neue Gouverneur des Landes ermutigt die Suttons, Kaffee anzubauen, wobei die eigentliche Absicht des Politikers darin besteht, die Kanaken zugunsten der französischen Siedler zu enteignen...

"Land der Gewalt" erzählt anhand der miteinander verwobenen Schicksale von melanesischen Ureinwohnern, den Kanaken, und weißen, meist französischen, Bewohnern, den "Caldoches", die bewegte Geschichte Neukaledoniens vom Ende des 19. Jahrhunderts bis in die Gegenwart. Anhand dreier Frauengenerationen zeichnet die dreiteilige historische Familiensaga auch ein Jahrhundert bewegter Kolonialzeit nach. Die Schicksale dieser zwischen zwei Kulturen und zwei Identitäten hin- und hergerissenen Frauen sind auch ein Spiegelbild der Zerrissenheit des Landes.