Im Frankreich des Jahres 1787 brodelt bereits die Saat der aufkommenden Revolution, die das Zeitalter der Aufklärung einleitet. Weil Jean-Francois de la Plaine angeklagt wird, beim Duell einen Freund des Königs getötet zu haben, wird er des Königreichs verwiesen. Er lässt seine Geliebte Louise in Frankreich zurück und begibt sich ins Exil an die afrikanische Westküste. Hier ist er der Herrscher über eine winzige Kolonie, genauer: ein Handelsposten am Ufer eines launenhaften Flusses. Schon bald entdeckt Jean-Francois in dieser fremden Kultur eine völlig neue Seite seiner Sinneslust ...

Für Hauptdarsteller, Autor und Regisseur Bernard Giraudeau erfüllt sich mit diesem Werk ein Herzenswunsch. In historischem Ambiente erzählt er von einem Tunichtgut, der sich mitten im Afrika des 18. Jahrhunderts zunächst geschickt durchzuschlagen versucht, sich dann aber endlich selbst kennenlernt. Dank der guten Umsetzung, der mitunterwitzigen Einlagen und auch weil die Geschichte ohne esotherischen Selbstfindungsschnickschnack erzählt wird, lässt sich das Ganze gut ansehen.