Der international renommierte US-Wissenschaftler James Bower muss als Gegenleistung für die üppigen Forschungsgelder einen heiklen Spionageauftrag jenseits des Eisernen Vorhangs annehmen. So reist er also nicht ganz freiwillig nach Leipzig, wo er einen russischen Physiker treffen soll, der ihm einen Mikrofilm aushändigen soll.. Die Aufgabe erweist sich jedoch als äußerst schwierig, denn Bower wird ständig überwacht ...

Der aus Antwerpen stammende Regisseur, Drehbuchautor und Produzent Raoul J. Lévy drehte diesen typischen Sechzigerjahre-Spionagefilm nach dem Roman "The Spy" von Paul Thomas. In seiner letzten Rolle als Wissenschaftler ist US-Schauspieler Montgomery Clift zu sehen, der im gleichen Jahr an den Folgen eines Herzanfalls starb. Nouvelle-Vague-Kameramann Raoul Coutard ("Elf Uhr nachts", "Die Braut trug schwarz") fing die Geschichte in atmosphärisch dichten Bildern ein, die den Alltag der damaligen DDR glaubhaft widerspiegeln. Clifts Gegenspieler wird von dem jungen Hardy Krüger verkörpert, Regisseur Jean-Luc Godard übernahm eine kleine Nebenrolle. Tragisches am Rande: "Lautlose Waffen" war die letzte Arbeit von Regisseur Lévy, der als Produzent von Filmen wie "... und immer lockt das Weib" oder "Die Wahrheit" international bekannt wurde. Im Alter von nur 44 Jahren erschoss sich Lévy am Silvestertag des Jahres 1966 in Saint-Tropez.

Foto: HR/Degeto