Die New Yorkerin Wendy (Patricia Clarkson) ist eine echte Power-Frau, der es an nichts mangelt. Im Job läuft es prima, sie ist glücklich in ihrer Ehe mit ihrem Mann Ted (Jake Weber), und ihre gemeinsame Tochter Tasha (Grace Gummer) steht in Vermont bereits auf eigenen Füßen. Umso härter trifft es die Schriftstellerin, als Ted ihr mitteilt, sich scheiden lassen zu wollen - nach 21 Jahren Ehe.

Doch wie es sich für eine toughe Frau wie Wendy gehört, denkt sie nicht daran, sich in ihrer Trauer zu verkriechen. Stattdessen sucht sie eine neue Herausforderung: die Führerscheinprüfung. Fahrstunden dafür nimmt sie bei dem indischen Taxifahrer Darwan (Ben Kingsley). Die beiden sind kulturell und charakterlich grundverschieden. Und doch entwickelt sich eine wunderbare Freundschaft zwischen Fahrlehrer und -schülerin.

Wie eine lange Autofahrt


Isabel Coixet gelingt es, mit "Learning To Drive" durchaus zu unterhalten. Dabei passiert in ihrem komödiantischen Drama eigentlich wenig Spannendes. Einzig die Charaktere und ihre Neugierde auf das Leben des jeweils anderen sowie die tollen Leistungen der Darsteller, von denen besonders Patricia Clarkson hervorzuheben ist, machen den Reiz aus.

Wie bei einer langen Fahrt mit dem Auto durch fremde Regionen entdeckt man auch in dem Streifen immer wieder interessante Passagen, gefolgt von öden Landschaften. Etwas mehr Tiefgang und ein schnelleres Voranschreiten der Handlung hätten dem Film aber doch besser gestanden. So ist der Streifen nicht mehr und nicht weniger als eine solide Liebeskomödie.

Sehen Sie hier den Trailer zu "Learning To Drive - Fahrstunden fürs Leben":