Mit Familienpatriarch August Manzl, ein Unternehmer alten Schlags, ist nicht gut Kirschen essen, denn für seine Kinder und möglichen Nachfolger hat er nur Hohn und Spott übrig, vergrault sie sogar aus seinem Haus. Als ihm sein Arzt eröffnet, dass er nur noch wenige Monate zu leben hat, reift in dem Zyniker eine ungewöhnliche Idee: Derjenige aus seiner Familie, der es schafft, ihn innerhalb von einer Woche umzubringen, erbt die Firma und sein gesamtes Vermögen. Das lässt sich Manzls Brut nicht zweimal sagen …

Die Grundidee dieser Komödie von Regisseur, Drehbuchautor und Schauspieler Jan Gregor Schütte (er ist in einer kleinen Rolle als Baumarkt-Verkäufer Winkelmann zu sehen) ist eigentlich gar keine schlechte, doch Schütte gelingt es nie, dieses Potential auch nur annähernd auszuschöpfen. Zu schematisch und abstrus sind die Charakterzeichungen (ein Sohn ist schwul, der andere Kokser, die eine Tochter ist raffiniert, die andere natürlich brav), Schauspielerführung sucht man vergeblich, und noch nicht einmal die Bilder sind kinotauglich. So bleibt dies ein lieblos, in einer Woche runtergekurbeltes Filmchen ohne Sinn und Verstand, in dem lediglich Hans-Michael Rehberg als geifernder Alter einen (kleinen) schauspielerischen Akzent setzen kann.



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