So geht das zu nach der Traumhochzeit: Zwölf Jahre Eheleben, Beziehungslust und -frust einer deutschen Arbeiterfamilie. Eine junge Frau landet in einer Ehe, die sich für sie absolut enttäuschend entwickelt. Ihr Mann versteht sie nicht und macht, was er will. Welche Träume seine Partnerin hat, ist ihm ziemlich egal. Immer wieder rafft die Frau sich auf, um den Scherbenhaufen zu kitten, und sei es nur der Kinder wegen. Am Ende hat sie auch davon nichts...

Das Erstlingswerk der Regisseurin Sherry Hormann lebt von den sorgsam komponierten Bildern und dem Engagement der Hauptdarsteller. Das formale Niveau der Inszenierung bleibt dahinter zurück. Auch in ihren Folgefilmen, darunter die blassen deutschen Komödien "Irren ist männlich" (1995) und "Widows" (1998) bliebt Sherry Horman den Beweis schuldig, dass sie mehr kann, als ihre eigenen Drehbücher mehr oder weniger sauber zu bebildern. Wie dem auch sei, "Leise Schatten" gewann die Bundesfilmpreise für Regie, Musik (Norbert J. Schneider), für die beste Darstellerin sowie den Bayerischen Filmpreis im Bereich Nachwuchsregie.