Mit dem Tag, als ein Lemming (jene kleinen Nager, die normalerweise nur in nördlichen Breiten vorkommen) den Abfluss verstopft, fängt das Unglück an: Alain Getty ist ein erfolgreicher Ingenieur, der seinen Chef eines Abends samt Frau zum Essen einlädt. Doch der Abend gerät aus den Fugen, da Alice, die Frau des Chefs, sich seltsam kühl und wie ein Misanthrop gibt. Tage später sucht Alice das Haus der Gettys noch einmal auf, gesteht Alains Frau Bénédicte, dass sie beinahe Alain verführt hätte und begeht schließlich im Haus Selbstmord. Für die Gettys ist damit der Albtraum noch lange nicht vorbei ...

Nach "Harry meint es gut mit dir" legt Dominik Moll auch mit seinem zweitem Spielfilm wieder ein kurioses Werk vor. Zunächst wähnt sich der Zuschauer in einem Psychothriller, dass mehr und albtraumhaften Vexierspiel mutiert und bald an Werke von David Lynch denken lässt. Moll verbindet hier gekonnt die Ebenen zwischen Traum, Fantasie und Wirklichkeit.

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