1975 formierte sich in London die Heavy-Metal-Band Motörhead um den Bandleader, Sänger und Bassiten Ian Fraiser Kilmister, kurz Lemmy Kilmister. Der Sohn eines Vikars begann seine Musikkarriere bereits 1964 in zwei Blackpooler Bands und jobbte später unter anderem als Roadie für Jimi Hendrix. Seit 1971 spielte er bei "Hawkwind", bevor die Band ihnen wegen einen viertägigen Gefängnisaufenthaltes in Kanada (Grund: Drogenbesitz) die Bassgitarre vor die Tür stellte. So kam Kilmister also endlich zu seiner eigenen Band, die jedoch erst mit dem Album "Bomber" auf sich aufmerksam machen konnte. Danach folgte Longplayer auf Longplayer mit immer wieder neuen Besetzungen der Band, Doch ihrer Musik blieb die Band immer treu, wie sagte einmal Lemmy: "Ein Gitarrenriff sollte nie länger sein, als es dauert, eine Bierflasche zu köpfen!"

Dokumentarfilmer Peter Sempel ("Nina Hagen = Punk and Glory") begleitete den 1945 Sänger vier Jahre lang mit der Kamera. Dabei kam eine Zusammenstellung von Konzertausschnitten und Interviews heraus, die den Rocker Kilmister in einem neuen Licht erscheinen lässt. Ehemalige Weggefährten, Kollegen, Stimmen aus dem Publikum und Freunde, zu denen sich auch Sempel zählt, sowie Lemmy selbst eröffnen dem Zuschauer einen neuen Blickwinkel auf den legendären Schwermetaller. Der auf der Bühne provokant agierende Sänger stellt sich im Gespräch allerdings auch als humorvoller und sensibler Mensch heraus. Für Motörhead-Fans ein Muss!

Foto: Neue Visionen