Im französischen Gefangenenlager Les Milles in der Nähe von Aix-en-Provence sind im Jahr 1940, kurz nachdem deutsche Truppen den Norden Frankreichs besetzt haben, 2000 deutsche Männer interniert. Unter ihnen Oppositionelle, Juden, Kommunisten, zwei Nobelpreisträger, Künstler, Intellektuelle, berühmte Leute wie Max Ernst, Lion Feuchtwanger, Walter Franck und Golo Mann. Der Reserveoffizier Charles Perrochon, Kommandant des Lagers, spricht nicht ein Wort Deutsch, er ist auch nicht sonderlich interessiert am Wohlergehen seiner Gefangenen. Als die Lagerinsassen aus Angst, die Franzosen könnten sie an die Deutschen ausliefern, von Perrochon Garantien verlangen, muss der Soldat sich zum ersten Mal mit der Situation seiner Gefangenen auseinandersetzen...

Mit hervorragenden Darstellern ließ Regisseur Sébastien Grall ein Stück Geschichte wieder lebendig werden. Dabei legte er weniger Wert auf hohe Authentizität denn auf den Zwiespalt des französischer Lagerkommandanten, der durch sein humanes Handeln selbst in arge Bedrängnis gerät.