Josefine und Isolde, zwei "Soldatinnen Gottes", werden aus der Idylle des Kinderheims in der Provinz in die rüde Großstadt Berlin versetzt, dorthin, wo das Elend am größten ist. Sie sollen ein Obdachlosenheim leiten, und sie tun das mit viel Elan und Einsatzwillen - und allerlei Tiefschlägen ...

Natürlich geht es Detlev Buck weder um Missionierung noch um christliche Nächstenliebe, sein Film ist kein Sozialdrama, und natürlich haben die strahlenden Engel des Alltags auch einen bösen Widerpart, den Satan leibhaftig: Tristan ist ein Unternehmenssanierer, der mit eisernem Besen in den Betrieben aufräumt. Alles, was an Arbeitskräften untauglich ist, wird entlassen. In Wahrheit erzähle er, sagt Buck, die Geschichte eines Mannes ohne Moral, der Sex und Geld liebt, aber die Liebe verabscheut. Und dieser (äußerst charismatische) Widerling von Tristan trifft - nicht auf Isolde, sondern - auf Josefine, und die kann er nicht besiegen, da sie reinen Herzens ist und allen teuflischen Tricks widersteht. Der verkorkste Film kommt über das Niveau eines ambitionierten Tiefschlags freilich nicht hinaus.

Foto: NDR/WDR/Jürgen Olczyk