Mai 1968 in Paris: Die 20-jährige Studentin Catherine stammt aus einer streng konservativen Familie. Ihrer autoritären Erziehung zum Trotz schließt sie sich der politischen Protestbewegung an und prangert mit ihren beiden Liebhabern Yves und Hervé den Materialismus und die bestehende rigide Gesellschaftsordnung an. Fern von Paris wollen sie in einer Kommune ihre Utopie einer idealen Gemeinschaft ohne Tabus leben. Doch ist der gemeinsame Traum der Freiheit mit der Wirklichkeit vereinbar? Werden die Freunde auf der Suche nach Selbstverwirklichung dauerhaft zusammenleben können?

Das Regieduo Olivier Ducastel und Jacques Martineau ("Felix", "Mein wahres Leben in der Provinz", "Meeresfrüchte") porträtiert in diesem Zweiteiler gekonnt die '68er-Generation. Angefangen von den Studentenaufständen im Mai 1968 bis zur Wahl von Sarkozy zum Präsidenten im Jahre 2007 beleuchten sie in zwei Teilen die letzten 40 Jahre französischer Geschichte. Raffiniert verweben sie dabei das Schicksal von Catherine und ihren Freunden mit den politischen Ereignissen in Frankreich. Freie Liebe, idealistische Utopie und Selbstverwirklichung werden genauso wie Homosexualität, Vergänglichkeit und der Kampf gegen Aids zum Thema gemacht. Als Catherine überzeugt hier die schöne Laetitia Casta ("Die starken Seelen", "Straße der heimlichen Freuden") mit ihrer strahlenden Erscheinung.

Foto: ARTE F / © Carole Bethuel