Archäologin Iris Lanz kann mit sich und ihrem Leben zufrieden sein: Sie verantwortet eine Ausstellung mit den Funden aus einer von ihr entdeckten Grabkammer, sie hat eine ordentliche Professur in Aussicht und mit ihrem Mann ist sie nach einer heftigen Ehekrise endlich wieder vereint. Nicht zuletzt ist Tochter Anna glücklich, dass der Vater daheim wieder einzieht. Für die Ausstellung wählt Iris ihren engagiertesten Studenten, Sebastian Diener, als Assistent aus. Die gemeinsame Arbeit lässt sich sehr gut an. Doch dann spürt Iris, wie die Situation langsam kippt. Sebastian schenkt ihr Rosen, ruft sie daheim an und sucht auch körperlich ihre Nähe ...

Regisseur Mike Huber verarbeitete in seinem Krimidrama das Thema "Stalking", das immer wieder für Schlagzeilen sorgt. Stalking umschreibt das wiederholte Verfolgen oder Belästigen einer Person, deren physische oder psychische Unversehrtheit dadurch bedroht und geschädigt werden kann. Immer öfter sind in diesem Zusammenhang auch Tote zu beklagen. Und auch in "Liebe und Wahn", von Huber nach einem Drehbuch des Autoren-Duos Andrea Ghanai und David Keller ("Schwarze Schafe") inszeniert, steigern sich die Auseinandersetzungen zu einem Kampf auf Leben und Tod. In der Rolle der Iris überzeugt die Schweizer Charakterdarstellerin Sibylle Canonica ("Wallers letzter Gang", "Nach fünf im Urwald", "Bella Martha"), die sich hier mit dem Schweizer Jungdarsteller Michael Koch als Sebastian auseinandersetzen muss.

Foto: SWR/Lukas Unseld