Hua, junge Lehrerin aus Peking, fließend französisch sprechend, ist gerade in Paris angekommen, um zu erfahren, dass ihr Geliebter mittlerweile eine Andere hat. Ziellos in den Straßen umherstreifend, wird sie von einem Bauarbeiter unbeabsichtigt mit ein paar Rohren, die auf der Schulter trägt, im Gesicht getroffen. Daraufhin lädt dieser, Mathieu, die Geschädigte als Entschuldigung zum Abendessen ein. Nach dem Restaurantbesuch vergewaltigt der aus einem Vorort stammende Mann die Chinesin. Trotzdem lässt sich Hua, ein eher unterwürfiger Charakter und nach der kürzlichen Trennung innerlich vollkommen konfus, begleiten. Der Abend endet mit einem One-Night-Stand. Mit dieser Zufallsbegegnung beginnt eine leidenschaftliche, zerstörerische Affäre, die auf einem starken sexuellen Verlangen beruht. Mathieu, nicht im Klaren über Huas wahre Empfindungen, entscheidet schließlich, ihre Treue auf die Probe zu stellen. Er beauftragt seinen Freund Giovanni, Hua zu vergewaltigen. Zudem muss die junge Studentin mehr und mehr Geheimnisse in Mathieus Vergangenheit entdecken. Kann diese Beziehung Bestand haben? Lou Ye erzählt dokumentarisch die Geschichte eines Paares, deren beider Persönlichkeiten divergierender kaum sein könnten - von deren Charaktereigenschaften angefangen über das soziale Milieu und die Lebensumstände bis hin zu grundsätzlichen Lebensauffassungen. Was sie dennoch vereint, ist die Tatsache, dass sie im Hier und Jetzt leben, die Vergangenheit verdrängen und die Zukunft ausblenden möchten. Ein filmisches Experiment der Extreme, das versucht, alle Grenzen des Themas Liebe auszuweiten, die Quintessenz der Liebe begreifbar, erfahrbar und fühlbar zu machen.