Tel Aviv im Sommer 1989: Der attraktive 25-jährige Boaz studiert Linguistik und hofft auf ein Stipendium in Jerusalem. Täglich schaut er in den Briefkasten, in der Hoffnung, endlich eine Zusage zu erhalten. Doch stattdessen erhält er Liebesbriefe von einem Unbekannten. In den anonymen Schreiben stehen zärtliche Worte, die dazu führen, dass Boaz seine Beziehung zu seiner Freundin Noa und seine Sexualität zunehmend infrage stellt. Der Absender gibt seinen Namen nicht preis: Boaz, der immer angespannter wird, vermutet schließlich in jedem, der ihn etwas länger mustert, den Verfasser der sich stapelnden Briefe. Noch dazu erinnern ihn die Schreiben an seine erotischen Episoden mit seinem damaligen Armeegefährten Nir ...

Der Dokumentarfilmer Yariv Mozers gibt mit dem Queer-Drama sein Spielfilmdebüt, das auf einer 1995 erschienenen Kurzgeschichte des israelischen Autors und Diplomaten Yossi Avni-Levy basiert. In dem sexuell aufgeladenen Psychokrimi, in dem die Grenzen zwischen Hetero- und Homosexualität verschwimmen, ist Schönheit und die daraus resultierende Leidenschaft das zentrale Motiv. Vermutlich auch deswegen besetzte Mozer die Hauptrolle des 'Beau' Boaz mit dem 1985 geborenen Yoav Reuvini. Er zählt zu Israels bekanntesten Models und erlangte durch seine Kampagnen unter anderem für Dolce & Gabbana und Hugo Boss internationale Bekanntheit. Als Schauspieler gibt er hier ebenfalls sein Debüt. In dem Film, das auf dem "Montreal World Film Festival 2013" internationale Premier feierte, tritt Yariv Mozer übrigens als Prof. Richlin auch selbst in Erscheinung.



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