Fachwerkhäuser, so weit das Auge reicht. Sanfte Hügel, üppige Wiesen, adrette Kleinstadtbewohner – im Hochsauerlandkreis ist die Welt noch in Ordnung. Doch dann kommt die attraktive Ina ins Dorf. Ein Blick genügt – und schon liegen ihr die männlichen Sauerländer reihenweise zu Füßen. Die gutbürgerliche Ordnung ist empfindlich gestört. Doch Ina ist in Wirklichkeit kein liebliches Naivchen, sondern entpuppt sich als eiskalt berechnende femme fatale. Als sie ihre Liebhaber erpressen will, geht das den Herren entschieden zu weit. Sie fürchten um ihr makelloses Image und schrecken vor nichts mehr zurück. Eine Lawine unerfreulicher Ereignisse gerät ins Rollen...

Nach seinen Filmen "Männerpension" (1995) und "Liebe deine Nächste (1998)" setzt Detlev Buck diesmal besonders auf schwarzen Humor. Grenzenlose Fiesheit hinter glatten Fassaden - dem Zuschauer soll das Lachen im Halse stecken bleiben. Schade, dass Buck nicht mehr Mut zur wahren Bosheit hat. Vielmehr bleibt der Film in einem merkwürdigen Niemandsland stecken: zu brav für einen Thriller, zu unlustig für eine Komödie. Überzeugend jedoch die schauspielererische Leistung von Mavie Hörbiger, Enkelin des großen Volksschauspielers Paul Hörbiger und Nichte von Christiane Hörbiger ("Schtonk"), in ihrer ersten Hauptrolle. Comedian Anke Engelke spielt In ihrem Kinodebüt ein dümmliches Landmädel - und das mit Bravour. Kaum glaubhaft ist allerdings ihre Wandlung zum gerissenen Landei, aber das Drehbuch will's halt so.