Das Leben der jungen Anna (Isabelle Carré, Foto) ist nicht besonders abwechslungsreich. Sie wohnt noch bei ihrer Mutter und arbeitet als Restauratorin in der französischen Nationalbibliothek. Auch mit den Männern will es nicht klappen, so dass sie eines Tages beschließt, freiwillig aus dem Leben zu scheiden. Doch es bleibt bei dem Versuch, denn als sich Anna vor ein Auto wirft, hat dies lediglich einen Beinbruch zur Folge. Im Krankenhaus wird sie von dem freundlichen Dr. Zanevsky behandelt, der bleibenden Eindruck bei Anna hinterlässt. Doch ihre anfängliche Zuneigung wird bald mehr und mehr zur Besessenheit, der sich der Doktor erwehren muss ...

Wenn Liebe - oder was man dafür hält - zur Besessenheit wird. Der französische Regisseur Michel Spinosa "Die Sache mit dem Sex & der Liebe") inszenierte nach eigenem Drehbuch diesen gelungenen Mix aus psychologischem Drama und Horrorfilm um eine weibliche Stalkerin, die das Leben ihres Opfers auf den Kopf stellt. In Isabelle Carré fand Spinosa die Idealbesetzung für die Rolle der vom Leben enttäuschten Frau, deren "Liebeswahn" zunächst Hoffnungen in ihr erweckt, dann aber in Trotz und Hass umschlägt. Für ihr gelungenes Spiel wurde Carré mit einer César-Nominierung belohnt.

Foto: arte F