In der Zeit nach dem Tod Maos und dem Ende der Kulturrevolution erlebt die hübsche wie rücksichtslose Qian Yehong drei Liebesgeschichten: Zunächst ertrinkt ihr Mitschüler Xuesong, der ihr als einziger die Stirn bot, sie aber aufrichtig liebte, beim Baden. Später geht Yehong während eines Praktikums in einem Krankenhaus eine Affäre mit einem Patienten ein, von dem sie prompt schwanger wird. Sie lässt das Kind abtreiben, muss dafür aber auch die Verantwortung übernehmen. Als sie schließlich den schüchteren Yingqiu heiratet, scheint sie endlich ihr Glück gefunden zu haben. Doch in ihrem tiefsten Herzen liebt sie ihren Ehemann, mit dem sie einen Sohn hat, gar nicht ...

Regisseur Zhuang Yuxin blickt in seinem bewegenden Kinodebüt auf eine Zeit zurück, die von großen gesellschaftliche Veränderungen geprägt war und sich in den schmerzhaften Lebens- und Liebeserfahrungen seiner Protagonistin widerspiegeln. Dabei nähert er sich seiner Heldin still und recht distanziert. Geprägt wird das unter der Oberfläche hochpolitische Melodram vor allem von der faszinierenden Hauptdarstellerin Yan Bingyan, die die Kraft und zugleich Zerbrechlichkeit ihrer Figur glaubwürdig verkörpert. Warum allerdings kommt dieses Werk erst über ein Jahr nach seiner TV-Erstausstrahlung in die Kinos?

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