Die attraktive japanische Soziologiestudentin Akiko lebt in Tokio und bessert ihre Haushaltskasse mit einer Tätigkeit als Callgirl auf. Ihr Freund Noriaki darf davon allerdings nichts wissen, denn er ist äußert eifersüchtig. Als eines Tages der ehemalige Soziologieprofessor Herr Takashi, ein höflicher älterer Herr, Akikos Dienste in Anspruch nehmen will, schläft die übermüdete junge Frau sofort nach der Begrüßung ein. Herrn Takashi ist dies gar nicht so unrecht und am nächsten Morgen fährt er Akiko zur Uni. Unterwegs treffen die beiden auf Noriak, der Takashi für den Großvater seiner Liebsten hält. Takashi spielt das Spiel mit, doch lange lässt die Wahrheit nicht verbergen …

Nach der italienisch-französischen Koproduktion "Die Liebesfälscher" (2010) taucht der iranische Regisseur Abbas Kiarostami dieses Mal mit diesem ruhig in Szene gesetzten Drama in den Moloch Tokio ein und erzählt eine mitreißende Geschichte um Sein und Schein, Tradition und Moderne, Alter und Jugend. Von Tadashi Okuno als Takashi und Rin Takanashi als Akiko überzeugend gespielt, kommt Kiarostami mit einigen wenigen Schausplätzen (eine Bar, ein Appartement, ein Auto) aus, um sein komplexes Werk - untermalt von dem titelgebenden Song von Ella Fitzgerald - visuell beeindruckend und intelligent verknüpft in Szene zu setzen.



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