Der elfjährige Philipp, genannt Lippel, ist genervt: Sein Vater geht mal wieder auf Geschäftsreise und die unsympathische Frau Jakob muss auf ihn aufpassen. Kein Wunder, dass sich Lippel in fantastische Tagträume zurückzieht: Im Orient erlebt der Junge mit zwei neuen Klassenkameraden haarsträubende Abenteuer. Die Träume helfen Lippel schließen, nicht nur sein desolates Leben – soll heißen: den Ärger mit Frau Jakob – in den Griff zu bekommen ...

Trotz guter Darsteller fehlt diesem Film genau das, woran der Jugendbuchklassiker von Paul Maar einst appellierte: Fantasie! Die orientalische Märchenwelt wirkt hier falsch, klischeehaft und bunt aufgesetzt und die gute Geschichte entwickelt keinerlei Charme. Das war etwa bei der Maar-Verfilmung "Das Sams", die ebenfalls in Zusammenarbeit mit Produzent und Drehbuchautor Ulrich Limmer entstand, zum Glück anders. Vielleicht hatte sich Maar von der erneuten Kooperation deutlich mehr versprochen. Möglicherweise ist die Drehbuchfassung ja besser als der Film von Regisseur Lars Büchel ("Erbsen auf halb 6").

Foto: collina film/Rolf v. d. Heydt