Im Jahr 1834 begibt sich der Komponist und Klaviervirtuose Franz Liszt auf eine Tournee durch Europa. Als er einer Einladung der Zarengattin Caroline nach St. Petersburg folgt, beginnt für ihn ein ausschweifendes Leben, wobei Caroline zur beherrschenden Figur in seinem Sexualleben wird. Plötzlich taucht Richard Wagner auf und versucht, Liszts Musik zu stehlen, um damit den "Herrenmenschen" zu erschaffen. Daraufhin wird Liszt vom Papst beauftragt, den teuflischen Wagner in Weihwasser zu ertränken. Er reist nach Deutschland und lässt dort mit seinem "Totentanz" das Schloss über Wagner einstürzen. Dieser steigt jedoch als Hitler-Figur aus seinem Grab empor und bringt Verderben über die Menschheit.

Erotisch, üppig, grell: Franz Liszt als Pop-Star, als von Beifall umtobter Held der Massen. Eine deftige Pop-Fantasie voller Attacken auf E-Musik und Kulturbetrieb. Ken Russell, das Enfant Terrible des britischen Kinos, schöpft hier mal wieder aus den Vollen. In der Hauptrolle des Komponisten Liszt ist Who-Sänger Roger Daltrey zu sehen, der ein Jahr zuvor auch die Hauptrolle in Russells Musikfilm "Tommy" spielte. Ziemlich abgefahren: den Papst spielt der Ex-Trommler der Beatles, Ringo Starr. Liszt-Fans sollten den Fernseher am besten erst gar nicht einschalten!