Natha kann nicht fassen, dass das Land, von dessen Ernte seine ganze Familie abhängig ist, zwangsversteigert werden soll. Dabei lebt er mit den drei Kindern, der stets meckernden Mutter, seiner ewig nörgelnden Ehefrau und seinem scheinbar allwissenden Bruder sowieso schon am Rande des Existenzminimums. Dann erfährt der Bruder von einem kuriosen Regierungsprogramm: Der Staat vergibt hohe Prämien für die Hinterbliebenen eines Bauern. So wird Natha vom eigenen Bruder bedrängt, kurzerhand Selbstmord zu begehen, damit die Familie die Prämie einstreichen kann. Schließlich willigt Natha ein und tritt damit ungewollt eine Lawine verrückter Ereignisse los ...

Fernab vom typisch bunten Bollywood-Kitsch erzählt Anusha Rizvi mit dieser Sozialkomödie vom tristen Dasein der Unterschicht mit einem stets ironischen Unterton. Hier werden Politiker ebenso karikiert wie Sensationsreporter, die den Bauernselbstmord leidlich ausweiden, bis sogar die Gefühle des Protagonisten völlig auf der Strecke bleiben. Ein untypischer Film aus Indien, der vermutlich mehr über Land und Leute sagt, als 100 Bollywood-Streifen zusammen.



Foto: Rapid Eye Movies