Stanislas Graff, einer der reichsten Unternehmern Frankreichs, steht trotz seiner jungen Jahre an der Spitze eines Großkonzerns mit mehr als 180000 Mitarbeitern. Er wird bewundert und von der Politik hofiert - bis eine Entführung die Erfolgsgeschichte jäh unterbricht. Seine Kidnapper verlangen für die Freilassung 50 Millionen Euro. Der hohen Forderung verleihen sie Nachdruck mit einem abgeschnittenen Finger ihres Opfers. Die Familie versucht, das Lösegeld aufzutreiben, muss dabei aber überraschend feststellen, dass Graff nicht so reich ist wie angenommen. Nach mehreren gescheiterten Geldübergaben kommt Graff überraschend frei und steht vor den Trümmern seiner Existenz: Frau, Familie und Konzern hat er verloren. Geblieben sind die Forderungen der Entführer, die ihn weiterhin überwachen ...

Der belgische Filmemacher Lucas Belvaux, der mit seiner "Trilogie der Leidenschaften" ("Ein tolles Paar", "Auf der Flucht", "Nach dem Leben") bekannt wurde, inszenierte nach eigenem Buch diesen Mix aus Drama und Thriller, der sich an einem wahren Fall orientiert. 1978 wurde Baron Edouard-Jean Empain, ein in Frankreich aufgewachsener belgischer Aristokrat mit Hang zum Playboy-Leben und nächtelangen Poker-Partien, in Paris entführt und verbrachte Monate in der Gewalt seiner Kidnapper. Autorenfilmer Belvaux lässt sich viel zeit, um die Geschichte zu erzählen, und vertraut ganz auf seinen gewohnt stark aufspielenden Hauptdarsteller Yvan Attal.

Foto: ARD/Degeto