Als die schwangere Julia morgens neben zwei blutüberströmten Männern erwacht, wählt sie den Notruf. Später wird klar: der eine war ihr Lebenspartner, der andere ihr Liebhaber, der eine ist tot, der andere schwer verletzt. Man weiß nicht, ob Julia Täterin oder Opfer war. Die Schwangere wird ins Gefängnis für Mütter gesteckt und später sogar verurteilt. Ihren Sohn bringt sie in Gefangenschaft zur Welt, das Kind kann bei ihr aufwachsen. Doch das Leben im Knast birgt viele Gefahren ...

Deas Drama Pablo Trapero ("Familia rodante - Argentinisch reisen") beginnt wie ein albtraumhafter Thriller, wandelt sich dann aber sehr schnell zu einem ungewöhnlichen Sozialdrama und Frauenknastfilm. Bei seinem authentischen Blick auf die Geschehnisse hat Regisseur Pablo Trapero offenbar vergessen, die Geschichte dramaturgisch zu straffen. So haben sich einige Längen und Wiederholungen eingeschlichen. Dennoch bietet das Ganze einen interessanten Blick auf das argentinische Vollzugsystem.

Foto: MFA