Eines Nachts schläft die junge Lola im Nachtbus ein und wird an der Endstation rausgeschmissen. Hier ist sie in einem öden Vorort gelandet, wo es buchstäblich nichts gibt - außer einer gigantischen Techno-Disco. Also geht sie hinein und verliebt sich auf Anhieb in den unnahbaren Algerier Emir. Die rauschhafte Atmosphäre der Disco zieht die Tagträumerin in den Bann. Sie merkt nicht, wie der Preisboxer Emir, dessen Freundin, die Tänzerin Saida, und sein Bruder Ismael in einem Labyrinth aus Drogen, schmutzigen Boxkämpfen und verlorenen Sehnsüchten um ihre Zukunft kämpfen...

Nach ihrem Shtetl-Film "Ivan und Abraham" begab sich die französische Filmemacherin Yolande Zauberman ins Techno-Land."Ich wollte mit meinem Film keinesfalls ein Porträt der Techno-Szene machen", sagt die Regisseurin, "Lola ist nur ein Symbol für alle verliebten Frauen der 90er Jahre." Dennoch bemüht sich Zauberman auch um das Stimmungsbild einer desillusionierten Jugendszene zwischen Nabelschau und nacktem Existenzkampf. Intensiven Momenten steht dabei allerdings auch reichlich dramaturgischer Leerlauf gegenüber. Der Film lief bereits in der ARD unter dem recht plumpen und einfallslosen Titel "Lola im Techno-Land", ein Versuch, sich in den Erfolg des Kinohits "Lola rennt" einzuklinken.