Lola ist 18, hat eine Haut wie Milchschokolade und einen recht eigenwilligen Charakter. Lola liebt zwei Männer, der eine hat dunkle, der andere helle Haut. Félix (der Weiße) liebt sein Fahrrad, Diskotheken und Rap-Musik. Jamal (der Schwarze) studiert Jura, weil seine Eltern es so wollen, und trägt gern abgetragene Anzüge. Beide haben absolut nichts gemeinsam, außer ihrem Alter - und ihrer Liebe zu Lola, die das Leben nimmt, wie es kommt, ohne sich unnötig mit Fragen den Kopf zu zerbrechen. Als sie schwanger wird, aber nicht weiß, welcher ihrer beiden Liebhaber der Vater ist, lädt sie kurzerhand alle beide zu sich nach Hause ein, um ihnen die große Neuigkeit mitzuteilen. Wichtig sei schließlich nicht, von wem das Kind stamme, sondern, dass es wirklich geliebt werde. Das sehen die beiden "Kandidaten für die Vaterschaft" jedoch etwas anders ...

Dies ist eine hintergründige Dreieckskomödie über junge Leute gemischter Hautfarbe in Paris und Debütfilm des jungen französischen Regisseurs und Schauspielers Mathieu Kassovitz. Diesen ersten Kinofilm drehte Mathieu Kassovitz, der "Hexenkessel" von Martin Scorsese als filmische Referenz angibt, im Alter von 25 Jahren: In "Lola liebt's schwarzweiß" behandelt der junge Regisseur das Thema des Rassismus auf seine ganz persönliche Art: "Es ist einfacher, zu sagen, man sei Anti-Rassist, als es zu beweisen. Ich stamme aus einem Milieu, in dem sich die unterschiedlichsten Hautfarben vermischen, und das ständig lauthals behauptet, keine Probleme mit dem Rassismus zu haben. Eines Tages fragte ich mich: "Und wenn meine Freundin, als Mulattin, mich mit einem Schwarzem betrügen würde? Wie würde ich reagieren?" Ich bekam Lust, einen Film darüber zu machen. Und da ich auf keinen Fall eine Lektion in Sachen Moral erteilen wollte, machte ich eine Komödie." (Mathieu Kassovitz). Kassovitz spielt immer auch eine der Hauptrollen in seinen Filmen, hier den Felix. Sein zweiter Spielfilm "Hass" machte ihn 1995 erstmalig über die Grenzen seines Landes hinaus bekannt.

Foto: StudioCanal