Frisch nach dem Jura-Studium kehrt John Reid in den Wilden Westen zurück, um hier an der Seite seines Bruders Dan, einem Texas Ranger, für Recht und Ordnung einzutreten - und zwar ohne Waffen. Doch John muss schnell erkennen, dass das Gesetz für die Bewohner im Westen kaum eine Rolle spielt. Als er Dan und einen Trupp von Rangern auf der Suche nach Gangstern begleitet, geraten sie in einen Hinterhalt. Nur John überlebt den Überfall und kommt dank des seltsamen Indianers Tonto wieder auf die Beine. Tonto weicht ihm fortan nicht mehr von der Seite und bringt John im Kostüm des "Lone Rangers" dazu, den hinterhältigen Mord an seinem Bruder rächen zu wollen. Bei dem Feldzug gegen die mörderische Bande kommen die beiden skurrilen Rächer allerdings einem mächtigen Eisenbahner in die Quere ...

Was recht gut beginnt und bald zur lustigen Hommage an Wild-West-Werke von Buster Keaton bis zum Italo-Western wird, gerät am Ende völlig as der Bahn. Auch wenn "Fluch der Karibik"-Regisseur Gore Verbinski einmal mehr beeindruckende Bilder schuf, leidet dieses Werk an der Länge (die Rahmenhandlung etwa hätte man sich eigentlich sparen können) und an dem überbordenden Showdown, bei dem dem Regisseur (wie schon bei den "Karibik"-Nachfolgern) offensichtlich die Pferde durchgegangen sind. Auch wenn die gesamte Story nicht unbedingt einer inneren Logik folgt, funktioniert die finale Eisenbahn-Verfolgsjagd überhaupt nicht mehr. Dennoch: witzige Szenen, gute Darsteller und einige Zitate bieten immerhin OK-Unterhaltung.



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