Der Nachname des Regisseurs, Trier, lässt aufhorchen. Tatsächlich ist Joachim Trier ein entfernter Verwandter des bekannten dänischen Filmemachers Lars von Trier. Zwar arbeiten beide im gleichen Beruf, für Skandale ist Joachim allerdings nicht bekannt.

Tragisch

In seinem Drama geht es um eine vom Schicksal gebeutelte Familie. Die Mutter von Jonah (Jesse Eisenberg), Conrad (Devin Druid) und Isabelle (Isabelle Huppert), eine renommierte Kriegsfotografin, starb bei einem Autounfall. Daraufhin trennen sich auch die Wege der Geschwister.

Als eine Ausstellung mit den Werken ihrer Mutter zusammengestellt werden soll, finden beide wieder zusammen. Schnell platzen jedoch alte Wunden auf.

Als ein ehemaliger Arbeitskollege Isabelles für einen Bericht über ihre Vernissage Informationen über sie erfragt, zweifeln Isabelles Söhne plötzlich an der offiziellen Version über den Verlauf des Todes ihrer Mutter. Und auch ihr Vater scheint ein Geheimnis zu verbergen, welches das Leben seiner Söhne erschüttern könnte.

Zu viel des Guten

Trier versucht seinem ersten englischen Werk eine komplexe, tiefgehende Struktur zu verleihen. Der Regisseur driftet bei seinem Arthouse-Projekt allerdings in so viele Richtungen ab, dass kaum jemand den Überblick behält.

Vielschichtige Storys und Figuren sind eine Sache, die unzähligen roten Fäden und komplexe Beziehungen am Ende zu verknoten, eine andere. Da dies nicht gelingt, geht das Drama zwar emotional nahe, lässt aber durch zu viele angerissene Themen logische Fragen offen.

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