Lara und Clemens könnten unterschiedlicher nicht sein. Sie ist die toughe Auszubildende in der Küche, die gerne mal einen über den Durst trinkt. Er hingegen ist sensibel und schüchtern - und massiert die Gäste des Luxushotels nach ayurvedischer Tradition. Als sie das erste Mal im Hotelaufzug aufeinander treffen, fühlen sich die beiden sofort zueinander hingezogen. In der kühlen Umgebung entwickelt sich ein Verhältnis zwischen ihnen, dass sowohl von Zuneigung geprägt ist, bei dem aber auch Blut, Schweiß und Tränen vergossen werden ...

Regisseur Jakob Lass, seit 2009 Regiestudent an der Hochschule für Film und Fernsehen Konrad Wolf, produzierte seinen Langfilm ohne jegliche finanzielle Förderung. Sein Drehbuch hielt er spartanisch - statt einem vorgegebenen Buch gab es lediglich den Rahmen vor, in dem die Schauspieler ihre Dialoge improvisierten sollten. Dies gelingt den beiden Hauptdarstellern Lana Cooper und Frank Rogowski, der bereits 2011 für Lass' Spielfilm "Frontalwatte" vor der Kamera standen, mühelos. Die beiden sind in "Love Steaks" übrigens die einzigen gelernten Schauspieler, denn der Filmemacher entschied sich, die Gastrollen an echte Hotel-Mitarbeiter zu vergeben und während des laufenden Betriebes zu inszenieren. 2013 feierte die Tragikomödie auf dem Filmfest München seine Premiere und wurde dort mit gleich vier Förderpreisen für Regie, Produktion, Schauspiel und Drehbuch ausgezeichnet. Nach diesen Auszeichnungen durfte sich Jakob Lass 2014 noch über den Max-Ophüls-Preis für Nachwuchsfilmer freuen.



Foto: Daredo