Deutsche Provinz in den Fünfzigerjahren: Mit dem Rock-'n'-Roll zeigen sich erste Anzeichen einer Rebellion der Jugend gegen den konservativen Nazi-Mief in ihren Elternhäusern. Als sich die hübsche Lulu ausgerechnet in den mittellosen und zudem farbigen Kirmes-Arbeiter Jimi verliebt, fällt die Familie aus allen Wolken. Denn Lulu ist die Tochter eines bankrotten Fabrikanten, die eigentlich dem reichen Ernst versprochen ist. So setzt ihre Mutter alles daran, die unerwünschte Liebe zu entzweien. Doch Lulu und Jimi hauen ab ...

Regisseur und Drehbuchautor Oskar Roehler wollte wohl eine Art "Wild at Heart - Die Geschichte von Sailor und Lula" inszenieren, drehte stattdessen aber eine verquaste Soße zwischen Kirmes-Romantik und Farbigendrama. Ihm schien es wichtig, schön grell und nervig daher zukommen. Die mitunter deftigen Figurenüberzeichnungen dienen keinesfalls der (oft arg konstruiert wirkenden) Dramaturgie und der dauergrinsende Hauptdarsteller verzaubert nicht. Gute Filme sehen definitiv anders aus.

Foto: X Verleih (Warner)