Berlin 1931 - eine Stadt in Angst und Schrecken: Ein psychopathischer Kindermörder geht um, der von der Polizei nicht zu fassen ist. Aufgeheizt durch die allgemeine Hysterie intensiviert die Polizei ihre Bemühungen, ihn zu schnappen. Dabei dringt sie immer weiter in das Terrain der Berliner Unterwelt vor und macht deren Geschäfte fast unmöglich. Da der Mörder die gesamte Unterwelt in Verruf bringt, beschließen die Gangster, um sich die Polizei vom Leib zu halten, sich ebenfalls auf die Jagd nach dem Täter zu machen...

Ein legendärer Klassiker der Filmgeschichte, von Fritz Lang inszeniert. Der Regisseur ließ sich durch eine Mordserie der Zwanzigerjahre zu diesem Film - sein erster Tonfilm überhaupt - inspirieren. Die herausragende filmhistorische Bedeutung, die "M" zu recht genießt, lässt sich allein schon anhand der ästhetischen Gestaltung dieses Films aufweisen. Die von Fritz Lang an dem für ihn völlig neuen Medium Tonfilm durchgeführten Experimente gelten heute wie damals als "Beispiel für eine vorbildliche Bewältigung des Mediums Ton". Die konzeptuelle Idee dieses Films war durch aktuelle Zeitungsmeldungen entstanden, die über die Fälle der Serienmörder Haarmann und Kürten berichteten. Dem zeitgenössischen Trend zur "Neuen Sachlichkeit" folgend, wollte Lang einen Film realisieren, der rein auf Tatsachenberichten aufbauen sollte. Im Rahmen der dazu nötigen Recherche informierte er sich bei der Kriminalpolizei über Fahndungsmethoden, bei Psychiatern und Psychologen über die Mentalität von Triebtätern. Lang verwertete für sein Werk unter anderem einen der bekanntesten Kriminalfälle der Weimarer Republik, den Fall des Serienmörders Peter Kürten, des "Vampirs von Düsseldorf". Zu dessen Aufklärung war der Berliner Kriminalist Ernst Gennat, Gründer der Berliner "Inspektion M" (Mordbereitschaftsdienst) von der Spree an den Rhein geholt worden. Fritz Lang setzte Gennat mit "M" ein filmisches Denkmal. So ist "M" ein hoch sensibles filmisches Zeitbild, dessen stark realistische Strategien ein durchaus ambivalentes Bild der Gesellschaft und der in ihr virulenten Strömungen zeichnen. Neben dem unvergessenen Peter Lorre, der in vielen Hitchcock-Filmen den Gangstertypen mimte und durch diese Rolle zum Star wurde, zählen Gustaf Gründgens und Theo Lingen zur Besetzung.

Foto: Universum