In den Wirren des Spanischen Bürgerkriegs wird der Clown mitten aus der Vorstellung des Wanderzirkus' gerissen und von den Regierungssoldaten zwangsrekrutiert. Völlig erbost richtet er - immer noch im Clownkostüm - unter den Truppen General Francos ein Blutbad an. Als sich 1973 das Franco-Regime dem Ende nähert, heuert Javier, der Sohn des Clowns, ebenfalls bei einem Zirkus an. In Gestalt des "Traurigen Clowns" trifft er auf extravagante Artisten wie etwa der "menschlichen Kanonenkugel", einem seltsamen Elefantendompteur oder das kuriose Pärchen, das Hunde trainiert. Star des Zirkus' aber ist Clown Sergio. Doch der hat eine sadistische Ader, die er gerne an seiner Freundin, der schönen Natalia, auslässt. Die wiederum hat zwar unter seinen Brutalitäten zu leiden, scheint diese aber sexuell auch noch antörnend zu finden. Javier verliebt sich Hals über Kopf in Natalia und eine Katastrophe scheint unausweichlich. Denn nun bekämpfen sich die Clowns bis zum Tod ...

Der baskische Regisseur Álex de la Iglesia hat stets unkonventionelles Kino inszeniert. So wundert es nicht, dass er auch diesmal eine kuriose wie brutale Groteske ins Bild gesetzt hat. Hier steht die zerstrittene Zirkustruppe als Sinnbild der spanischen Gesellschaft, die offenbar mehr und mehr dem Wahnsinn verfällt, was zwangsläufig in Selbstzerfleischung enden muss. Die mitunter recht drastische und stets grelle Politsatire gewann in Venedig 2011 den Regie-Preis und den Drehbuch-Preis - vermutlich weil der Jury-Präsident Quentin Tarantino hieß.



Foto: Cine Global