Zwischen 1853 und 1865 liegt Australien im Goldrausch: Der sensible und zurückhaltende Daniel Morgan versucht vergebens sein Glück als Goldgräber in Neusüdwales. Als er bei einem Überfall weißer Rassisten auf Chinesen für die Asiaten Partei ergreift, muss er aus dem Goldgräber-Camp fliehen. Wenig später wird er verhaftet, weil er in der Not versucht hatte, zwei Viehhirten zu berauben. "Zwölf Jahre Zwangsarbeit" - so lautet das Urteil, denn die Regierung braucht Arbeiter für den Straßenbau. Diese Jahre werden für Daniel Morgan zu einer Zeit schwerster körperlicher Belastungen und psychischer Demütigungen. Nach sechs Jahren vorzeitig entlassen, wird er bald wieder straffällig. Als Verbrecher stigmatisiert mit Brandzeichen, hat er in einer von Vorurteilen und Engstirnigkeit geprägten Gesellschaft keine reale Chance auf ein normales bürgerliches Leben.

Die bitter-romantische Räuber-Moritat erzählt die authentische Geschichte des in Australien berühmt gewordenen Rebellen Daniel Morgan. Vor allem dank der großartigen Leistung von Dennis Hopper gelang Regisseur Philippe Mora ("Die Brut des Adlers") ein bemerkenswertes Porträt eines Outsiders.

Foto: ZDF/Motion Picture Prod.