Infolge politischer Unruhen verlässt der talentierte Jungkoch Hassan Kadam gemeinsam mit dem Vater und seinen beiden Geschwistern die indische Heimat, um in Europa einen Neuanfang zu wagen. Nach einer kleinen Odyssee landen die Aussiedler schließlich im südfranzösischen Provinzort Saint-Antonin-Noble-Val. Hier will der Vater ein indisches Restaurant eröffnen.

Allerdings zeigt sich Madame Mallory, Chefin des auf der anderen Straßenseite gelegenen Nobel-Sterne-Restaurants, alles andere als begeistert von der neuen Konkurrenz. So wundert es nicht, als bald ein Kleinkrieg um die Kundschaft ihren Lauf nimmt. Doch während Hassans Interesse an der der französischen Haute Cuisine zunimmt und er sich darüber hinaus auch noch in Madame Mallorys stellvertretende Küchenchefin Marguerite verliebt, entdeckt auch die grantige Restaurantbesitzerin, dass die indische Küche durchaus ihre Reize hat ...

Neuauflage des Kinohits "Chocolat"

Natürlich wird auch bei diesem Werk des schwedischen Lasse Hallström schnell klar, dass es sich um ein modernes Märchen mit einer eindeutigen Toleranz-Botschaft handelt. Offensichtlich wollte er aber eine Art Neuauflage seines Kinohits "Chocolat" schaffen. Doch davon ist dieses Werk meilenweit entfernt.

Ohne Charme und ohne Gespür für die Kochkunst (das Gezeigte macht nicht einmal Appetit) plätschert hier die Konkurrenzgeschichte ohne viel Sinn und Verstand vor sich hin. Auch wenn es ein Märchen ist, darf die Geschichte nicht derart viele offene Fragen hinterlassen. Was bleibt: ein paar schöne Bilder und ein älteres Schauspielerduo (Om Puri und Helen Mirren), dem beim Konkurrenzkampf schnell die Luft ausgeht. Schade!