Noch heute wird "Made in Germany" als Gütesiegel missbraucht muss man sagen, denn ursprünglich verfügten die Sieger nach dem Ersten Weltkrig diesen Ausdruck, um Produkten aus Deutschland einen negativen Stempel aufzudrücken. Darüber hinaus ist "Made in Germany" in den Augen unserere Nachbarn eine Drohung. Deutschland wird als größte Wirtschaftsmacht Europas respektiert, aber mindestens ebenso gefürchtet. Viel tiefer geht das Deutschland-Verständnis bei den Nachbarn häufig nicht.

Der Film geht diesen Phänomenen nach. Thomas Hausner zeigt augenzwinkernd bekannte und unbekannte, vor allem aber unterhaltsame Nachkriegsgeschichte. Bilder, die den Zeitgeist und das Bild der Deutschen im Ausland transportieren. Skurrile, bissige, komische, nostalgische und manchmal traurige Bilder geben Auskunft über das Image der Deutschen, aber auch über die Zeit, in der diese Bilder entstanden sind. Darüber hinaus ist der Film ist ein Wiedersehen mit Udo Lindenberg und Karl Moik, Nena, Nicole und Nina Hagen, mit dem "Häuptling" Konrad Adenauer und dem Gesangsduo Kohl-Brandt. Mit Schwarzmarkthändlern und ersten Grünen, Elke Sommer und Christiane F. (ja, die vom Bahnhof Zoo), mit Trümmerfrauen und Mauerspechten, mit der Isetta und Afri Cola. Und auch der Käfer läuft und läuft... - eine unterhaltsame Collage aus Wochenschauen, Werbung, Dokumentar-, Propaganda- und Spielfilmen, historischen TV- Berichten (1945 - 1989), ohne Kommentar und mit Witz geschnitten.