Als sich für Meghan Miles, Nachrichtensprecherin eines mickrigen Lokal-Senders in Los Angeles, die Chance auf einen Job bei einem großen landesweiten Kanal bietet, will sie die Gelegenheit nutzen. Doch vergeblich! Sie bekommt die Stelle nicht. Als dann auch noch ihr Freund mit ihr Schluss macht, sucht sie Trost im Alkohol. Sie macht mächtig einen drauf, nimmt noch einen One-Night-Stand mit und muss am Morgen erfahren, das sie offenbar doch noch im Rennen um den begehrten Job dabei ist. Völlig verkatert versucht sie nun, ohne Auto, Telefon und Geld aus dem heruntergekommenen Viertel ans andere Ende der Stadt, rechtzeitig zum Vorstellungsgespräch zu erscheinen. Ein Taxifahrer weigert sich, sie nur auf Verdacht mitzunehmen, zwei Polizisten verweigern ihr jede Hilfe und verwarnen sie stattdessen wegen vermeintlicher Prostitution ...

Und wieder glaubten die Filmemacher wohl, dass es ein durchaus probates Szenario ist, jemanden nach durchzechter Nacht auf eine Albtraum-Odyssee zu schicken. Schade nur, dass man in diesem meist dämlichen Klamauk einfach nichts glaubt und nahezu jede Situation über Gebühr abstrus und dämlich konstruiert ist. Spätestens seit der ersten "Hangover"-Komödie müsste jedem klar sein, dass diesem Thema nichts Gescheites mehr hinzuzufügen ist. Das aber hat Regisseur und Drehbuchautor Steven Brill (er fabrizierte schon Machwerke wie "Little Nicky" oder "Ein Mann für alle Unfälle") offenbar überhaupt nicht begriffen und jagt hier die überforderte Elizabeth Banks von einem idiotischen Missgeschick und Missverständnis ins nächste. Die allerdings kündigen sich derart plump an, das der Gähnfaktor bald ungleich höher ist als der Unterhaltungswert.



Foto: Universum Film (Walt Disney)