In den goldenen 20er Jahren gilt der Illusionist Stanley als Meister des magischen Faches. So wundert es ihn nicht, dass man ihn beauftragt, an der Côte d'Azur eine Schwindlerin zu entlarven, die als Wahrsagerin erstaunliche seherische Fähigkeiten besitzen soll. Doch die junge wie schöne Sophie und natürlich das Flair der französischen Mittelmeerküste verzaubern den gewieften Stanley gleichermaßen. Dennoch davon überzeugt, dass Sophie mit ihren umtriebigen Prophezeiungen nur die Reichen um etwas Geld erleichtern möchte, setzt er alles daran, Sophie als Scharlatan zu entblößen, glaubt er doch das sie nur am luxuriösen Leben der dekadenten Oberschicht teilhaben möchte. Doch weit gefehlt: Der Mann, der alle Tricks zu kennen glaubt, muss schließlich aufgeben und präsentiert sich sogar vor der Presse, um diese von der Wahrhaftigkeit der Wahrsagerin zu informieren. Doch danach kommen ihm immer mehr Zweifel und er fragt sich, ob die Schöne nicht doch eine Betrügerin ist ...

Hübsch anzusehen

Einmal mehr taucht Altmeister Woody Allen in die von ihm geliebte Welt der 20er Jahre ein und präsentiert sich auch als 78-Jähriger als noch stets enorm frischer Regisseur, der offensichtlich mit Freude und Esprit zu Werke zieht. Wie immer setzte er auch diesmal auf die Schauspielkunst seiner exzellenten Darsteller (die Chemie zwischen Colin Firth und Emma Stone ist bestens) und liefert ein gelegentlich etwas zähes, aber immer hübsch anzusehendes und toll inszeniertes Bravourstück um einen Zyniker, der fast vor der jugendlichen Unschuld und Schönheit kapituliert. Das Ganze bettete er in die sommerliche Frische der sonnigen Côte d'Azur und schuf so eine heitere Nostalgie-Romanze mit viel Charme, aber auch einigen deftigen Sprüchen. Ein leichter Spaß des Meisters!