Großbritannien plant im Zweiten Weltkrieg, die Wasserversorgung und Energiegewinnung im Ruhrgebiet lahm zu legen. Die Royal Air Force beauftragt den Konstrukteur Barnes Wallis, eine Spezialbombe herzustellen. Die so genannten "Rollbomben" sollen die massive Schutzmauer der Möhne-Talsperre sprengen ...

Regisseur Michael Anderson ("In 80 Tagen um die Welt", "Flucht ins 23. Jahrhundert") drehte diesen Kriegsfilm-Klassiker, der die Planung eines Bombenangriffs auf die Ruhrtalsperren 1943 bis hin zur Attacke minutiös nachzeichnet. Das Oscar-nominierte Werk (Spezialeffekte) wartet dabei mit einem effektvollen Finale auf, das George Lucas' "Star Wars" maßgeblich beeinflusste und auch heute noch zu fesseln vermag. Andersons Regiearbeit beruht auf einer wahren Begebenheit: Die im heutigen Naturpark Arnsberger Wald gelegene Möhnetalsperre wurde in der Nacht vom 16. Mai auf den 17. Mai 1943 zerstört. Heute kann man sich im Inneren der Möhnesee-Staumauer den Nachbau einer der zur Sprengung verwendeten Rollbomben ansehen. Diese sprangen durch Eigendrehung auf dem Wasser über die Abwehrnetze in Richtung Staumauer, schlugen mit geringem Restschwung gegen die Mauer, sanken ab und detonierten in einer Tiefe von etwa 10 bis 15 Metern. Die ausströmenden Wassermassen türmten sich zu einer bis zu 12 Meter hohen Flutwelle, die sich über rund 100 Kilometer weit ins Ruhrtal ergoss. Die meisten der geschätzten 1500 Opfer kamen in einem Kriegsgefangenenlager in unmittelbarer Nähe der Sperrmauer ums Leben.

Foto: StudioCanal