Miriam Makeba, auch bekannt als Mama Africa, war nicht nur die erste afrikanische Musikerin, die international zum Star wurde und Musiker auf der gesamten Welt inspirierte, sie war auch eine engagierte Kämpferin gegen Rassismus, gegen Armut und für Gerechtigkeit und Frieden. Nachdem sie in dem Apartheid-kritischen Dokumentarfilm "Come Back, Africa" mitgewirkt hatte, musste sie Anfang der Sechzigerjahre ins Exil gehen. Harry Belafonte half ihr seinerzeit bei der Einreise in die USA. Bald schon folgten erste Auftritte, unter anderem bei einer Geburtstagsparty für John F. Kennedy. 1967 hatte sie mit "Pata Pata" ihren ersten Welthit. Nach ihrer Hochzeit mit dem Black-Panther-Aktivisten Stokely Carmichael geriet sie ins Blickfeld des FBI und verließ daraufhin die USA. Von Guinea aus setzte sie ihre Arbeit als Musikerin, aber vor allem als Stimme gegen das weiße Apartheid-Regime Südafrikas bis zu ihrem Tod 2008 fort. Miriam Makeba starb, nachdem sie die Konzertbühne des süditalienischen Castel Volturno verlassen hatte, an einem Herzinfarkt

Es ist ein abwechslungsreicher und außergewöhnlicher Lebensweg, den Miriam Makeba über 50 Jahre gegangen ist. Regisseur Mika Kaurismäki (Bruder von Aki Kaurismäki) ist mit Hilfe von seltenen Dokumentaraufnahmen und zahlreichen Interview eine eindrucksvolle Hommage an eine Frau gelungen, die wie keine andere die Hoffnung und Stimme Afrikas verkörperte. Viele Wegbegleiter, Freunde, Verwandte und Kollegen kommen dabei zu Wort. Doch auch junge Vertreterinnen der afrikanischen Musikwelt und Miriam Makebas Enkelkinder Zenzi Monique Lee und Nelson Lumumba Lee erinnern sich an die weltbekannte südafrikanische Sängerin und Anti-Apartheidkämpferin. "Mama Africa" gewann den zweiten Publikumspreis im "Panorama" der Berlinale 2011 und erhielt das Prädikat "besonders wertvoll".



Foto: Alpenrepublik