Quebec, Sommer 1966: Die Ferien für die Geschwister Élise (Marianne Fortier, Foto), Coco und Benoît haben begonnen und damit die Zeit der Freiheit und Unbekümmertheit, die sie bei ausgelassenen Picknicks mit Freunden genießen. Die harte Realität holt sie jedoch ein, als ihre Mutter Wind von dem homosexuellen Verhältnis ihres Mannes zu seinem Golfpartner bekommt und daraufhin ihre Kinder verlässt, um im fernen London einen Posten anzunehmen. Der nun alleinerziehende Vater ist mit der neuen Situation überfordert, doch die wirklich Leidenden sind die Kinder ...

Die aus der Schweiz stammende Regisseurin Léa Pool ("Im Zug der Leidenschaft", "Emporte-moi - Nimm mich mit") erzählt ihre nostalgische wie bitter-süße Tragikomödie ganz aus der Sicht der drei allein gelassenen Kinder, die erkennen müssen, dass nicht viel auf der Welt so ist, wie es im ersten Moment vielleicht scheint. Dabei konnte sich Pool auf ein ausgezeichnet aufspielendes Kinder-Ensemble stützen, das seine Rollen glaubhaft und ohne allzu große Sentimentalität verkörpert.

Foto: arte F/Véro Boncompagni