Schon während seines Jurastudiums setzt sich Nelson Mandela in seiner südafrikanischen Heimat aktiv gegen die Apartheidpolitik ein. 1944 schließt er sich der schwarzen Protestbewegung African National Congress (ANC) an und nimmt an vielen Aktionen aktiv teil. Als 1960 bei einer harmlosen Demonstration in Sharpeville weiße Ordnungskräfte viele unbewaffnete Demonstranten töten, geht Mandela mit seinen treuen Gefolgsleuten des ANC zum bewaffneten Widerstand über. So gerät er schnell auf die Fahndungslisten des rassistischen Regimes. Nach seiner Verhaftung wird er im Juli 1964 zu einer lebenslanger Haftstrafe verurteilt. Dennoch ist sein Widerstand ungebrochen, zumal er außerhalb der Gefängnismauern von Robben Island von seiner zweiten Frau Winnie massiv unterstützt wird ...

Zweifellos gilt der im Dezember 2013 verstorbene Nelson Mandela neben Mahatma Gandhi oder Martin Luther King als einer der großen Kämpfer in Sachen Menschlichkeit und Gleichberechtigung aller Rassen. Ihm auch ein filmisches Denkmal zu setzen, war also nur eine Frage der Zeit. Noch zu seinen Lebzeiten drehte Regisseur Justin Chadwick dieses Biopic, dass die wichtigsten Ereignisse im Leben Mandelas nachzeichnet, aber in vielen Szenen sicherlich intensiver hätte sein dürfen. So hakt die Geschichte bezeichnende Lebensstationen des Streiters für die Gleichberechtigung aller Völker ab, bringt mit seiner ersten Hochzeit ein bisschen südafrikanische Folklore ins Spiel und bebildert gekonnt viele Spannungsmomente des ereignisreichen Lebens. Das Ganze ist durchaus gut gespielt und kann dem Nichtkenner vielleicht auch ein paar historische Hintergründe näherbringen. Die Person aber bleibt ebenso wie der Mythos in der Distanz und dass, obwohl den Filmemacher die 1994 erschienene Autobiografie des Freiheitskämpfers als Grundlage diente.



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