In Ystad ist die Suche nach einem spurlos verschwundenen Jungen erfolglos geblieben. Da ein Verbrechen nicht auszuschließen ist, fällt der Verdacht der Polizei sogleich auf einen kürzlich aus der Haft entlassen Pädophilen. Als besorgte Eltern von diesen Ermittlungen erfahren, gibt es für den vermeintlich Schuldigen keine ruhige Minute mehr. Erst der Fund der Kinderleiche und die Ergebnisse der Gerichtsmedizin lenken die polizeilichen Nachforschungen in eine ganz andere Richtung. Das familiäre Umfeld des toten Jungen gerät immer mehr ins Zwielicht ...

Die zweite Mankell-Regiearbeit von Leif Magnusson, der zuvor schon den Dreiteiler "Die falsche Fährte" (2000) mit Rolf Lassgård in Szene setzte. Zwar erreicht "Die Schuld" nicht ganz die Qualität der Auftaktfolge "Mankells Wallander - Rache", doch spannend und gut inszeniert ist der Krimi nach dem Drehbuch von Pernilla Oljelund allemal. Wallander wird hier wieder von der neuen Staatsanwältin Katarina Ahlsell alias Lena Endre unterstützt. Die vielfach ausgezeichnete schwedische Charakterdarstellerin, die Ingmar Bergman einst mit einer Stradivari verglich, weil große Schauspieler große Instrumente seien, dürfte deutschen Zuschauern aus Filmen wie "Inside Man - Der Mann aus der Kälte", "Dabei: Ein Clown", "Das Auge" oder "Musik für Hochzeiten und Begräbnisse" bekannt sein. Mit Wallander-Darsteller Krister Henriksson stand sie übrigens bereits 1998 für das Gesellschaftsdrama "Momente der Wahrheit" vor der Kamera.

Foto: ARD/Degeto/Yellow Bird/Nille Leander