Fußball, Bier und große Emotionen: Klar, dass das die elementaren Dinge des männlichen Lebens sind. In einer Welt mit Frauenparkplätzen und Frauenquote ist dieses Leben aber stark bedroht und es gibt nur noch einen Ort, an dem sich das ehemals starke Geschlecht nach Lust und Laune entfalten darf: den Männerhort.

Der Software-Entwickler Eroll (Elyas M'Barek), der Dixi-Klo-Vertreter Lars (Christoph Maria Herbst) und der Berufspilot Helmut (Detlev Buck) haben im zentralen Heizungskeller ihrer Neubausiedlung eine frauenfreie Zone geschaffen, in der die gestressten Ehemänner heimlich Fußball schauen, Pizza essen, Bier trinken und über Frauen lästern. Die haben schließlich nur Shopping, Schwätzen, Sex und Kinder im Kopf.

Als dann aber der Facility Manager Aykut (Serkan Çetinkaya) die letzte Bastion der Männlichkeit entdeckt und räumen lassen will, droht die Vertreibung aus dem Paradies.

Klischees und Genitalwitze

Was klischeehaft klingt, ist es auch. Regisseurin Franziska Meyer Price zeigt mit "Männerhort" eine Komödie, die lustig sein will, es aber nie sein wird. Schlechte (Genitalien und Fäkalien-)Witze reihen sich aneinander und krude Wendungen sollen das völlig vorhersehbare Ende weniger vorhersehbar machen.

Was bleibt ist ein Film, der in den Filmographien von Elyas M'Barek ("Who Am I - Kein System ist sicher", "Fack ju Göhte" und Christoph Maria Herbst ("Stromberg - Der Film") wohl eher eine untergeordnete Rolle spielen wird.