Im Iran wird dieser 2013 produzierte Film wohl niemals in den Kinos zu sehen sein. Umso höher ist die Leistung des Regisseurs Mohammad Rasoulof einzustufen, dem es gelungen ist, die Aufnahmen zu seinem regimekritischen Werk durch absolute Geheimhaltung in seinem Heimatland zu drehen.

Und was sich da vor den Augen der Zuschauer abspielt, ist erschreckend: Ohne die klassischen Spannungselemente eines Thrillers zu bemühen, erzählt er in ruhigen Bildern von der Folter, Zensur und Überwachung im Gottesstaat. Auf drei Schriftsteller legt Rasoulof den Fokus, die von zwei Männern getötet werden sollen.

Denn einer der Autoren soll ein Manuskript verfasst haben, das einen vor Jahren schiefgegangenen, von der Regierung in Auftrag gegebenen Mordanschlag auf einen Bus voller intellektueller Regimegegner enthüllt.

Couragiertes Anliegen

Eine Besonderheit des Dramas liegt in ihrer ruhigen Erzählweise und dem Umstand, dass die beiden Mörder keine eiskalten Killermaschinen sind, sondern selbst irgendwo Opfer des Systems. Mohammad Rasoulof, der den langen Arm des iranischen Regimes selbst schon zu spüren bekam, als er 2010 festgenommen wurde, stützt sich auf historisch belegte Ereignisse aus den 1990er-Jahren.

Für Blockbuster-Fans kann "Manuscripts Don't Burn" schnell zur Geduldsprobe werden, denn statt choreografierten Actionszenen herrschen hier Aufnahmen von dokumentarischer Qualität vor. Ein starker Film von einem mutigen Mann - davon braucht es mehr!

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